Tauschen wir Jungen- und Mädchenzimmer für eine Woche?

Das war die Frage beim roten Teppich am letzten Donnerstag. Der Kinderrat auf dem Podium, die Kinder auf Stühlen und Tischen zwecks der besseren Konzentration. Neben der Information der Kinder über Aktuelles sollte der Wunsch nach einem wiederholten Tausch von Mädchen-und Jungenzimmer diskutiert und dann abgestimmt werden. Kühne Betreuerinnenträume wurden wahr: Die Kinder beteilgten sich rege am Austausch und bemühten sich um echt wirkungsvolle Argumente dafür bzw. dagegen. Z.B. wie verhält sich die Größe des jeweiligen Zimmers zur Anzahl der Nutzerinnen. Was machen wir, wenn die Mädchen den Fußballplatz nutzen wollen, die Jungs aber gleichzeitig draußen und nicht im Mädchenzimmer sein möchten ?

Zur Abstimmung rief der Kinderrat nach einer 20minütigen Diskussion, während derer sich auch die vielen Erstklässlerinnen und -klässler um richtig gutes Verhalten bemühten, denn stillsitzen wenns nicht unbedingt sein muß, fällt schon sehr schwer.

Doch die Abstimmung ergab Eindeutiges, denn man weiß ja noch nicht, wie der Tausch ausgeht und was er an neuen Perspektiven bietet: Eindeutiges Votum für einen Tausch!

Danach ging es ab ins Neugrüne: Bärlauch pflücken, kleine Giftkunde über Aronstab, das richtige Pflücken und dann der Weg vom Bärlauch waschen  übers schneiden, zum Bärlauch-Salz:

Natur in der Stadt!

 

Soviel Zeit muss sein…

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…um wieder vom manchmal sehr unruhigen Alltag im Rumfordschlössl zu berichten, denn obwohl vieles zuweilen nicht klappt, wie es klappen sollte, so haben doch viele Kinder einen anregenden und kreativen Nachmittag miteinander verbracht: Während aus Korken, Nägeln und Kronkorken echte Korkenritter gebastelt wurden, hockten einige Mädchen auf dem Baum und besahen sich das Spektaktel von oben. (Vielmehr: Wie komme ich da rauf ? Natürlich mit Danielas Hilfe und Schritt für Schritt, bis ich es alleine schaffe). Gleich nebendran wurde das neue Jungenzimmerregal aus alten Weinkisten vom Speicher eingefärbt. Mit verschiedenen Sprayfarben, Mund-und Nasenschutz und der Kraft im Zeigefinger konnten Reste verbraucht und das Regal verschönert werden: Das Sprayen Spaß macht war hiermit wiedermal auf das Stärkste bewiesen.Natürlich war auch drinnen einiges geboten: Im Ruheraum, dem vorderen Büro, wurde wieder gestrickt, gehäkelt, geflochten  und „gestricklieselt“. Nebenbei vermittelte Evi Naturkenntnisse und Umweltthemen.  Aus dem Mädchenzimmer klangen Musik und Rhythmen, zu denen getanzt und geschauspielert wurde. 45 Kinder waren da. Kein Regen, fast alle draußen. Was will man mehr?

Wir sind zur Zeit sehr viele……

Am letzten Donnerstag waren wir tatsächlich sehr sehr viele Rumfi-Kinder. Gezählt haben wir 59, doch dann tauchten noch zwei Jungs auf, die etwas vergessen hatten am Vortag. Also 61. Das ist besonders bei sehr schlechtem Wetter mit Schneeregen, Kälte, Wind und Dauerregen eine Herausforderung für alle Anwesenden. Aber wir haben es geschafft. Es  war um 16Uhr30 alles aufgeräumt (fast alles….) und außer einem leichten Duft nach Pfannkuchen hinterließ der Tag keine schlechten Erinnerungen. Naja, Harmonie ist dann doch etwas anderes aber das ist auch nicht weiter schlimm: Häkeln, stricken, streiten, die Strickliesel probieren, bei den Pfannkuchen mitmischen, Bilder auf Pappe malen, mit Monopoly reich werden, die neue Kinderzeitung lesen oder sich wegen großer Unlust  zu lange mit  den Hausaufgaben quälen. Oder aber im Mädchenzimmer für Kids on stage üben (muss noch…) oder im Keller für Kids on stage üben (auch da muss noch…) oder einen Regenspaziergang machen, im Jungszimmer  CDs hören, für jeden war etwas dabei. Und das ging deshalb alles gut, weil auch genug Betreuende da waren: Eine, die geduldig Wolle und Nadeln entwirrt, eine, die Farben und Pinsel hinstellt und wieder wegräumt, einer, der sich um die Pfannkuchen kümmert und eine, die Klangschalenmassage im Mädchenzimmer anbietet oder aber Massage mit Igelbällen. Die Woche ist zu Ende. Mal sehen, was die Neue bringt.

Ein schönes Wochende wünscht Sabine

 

Gut drauf- was heißt das eigentlich?

 

 

Gut drauf bedeutet im Rumfordschlössl eine gelungene Mischung aus Bewegung, Ernährung und Entspannung, mit der sich alle überwiegend wohl fühlen und Kraft für weitere Taten finden. Gut drauf- so werden wir voraussichtlich 2018 zertifiziert, wenn alles gut geht und der anscheinend unendliche Katalog von Voraussetzungen und Bedingungen für alle Angebote von uns abgearbeitet ist. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat dieses ZERTIFIKAT  herausgegeben.

Wo aber anfangen? Am Besten im Alltag. Im noch kalten Februar, als bei den ersten richtigen Sonnenstrahlen alle Kinder ins Freie stürmen und sich nach Bewegungsmöglichkeiten umsehen: Klettergerüst-zu alt , zu langweilig. Baumklettern-da stimmt die Jahreszeit noch nicht so ganz. Fußball? Aha. Da geht schon was, wenn der Winter aus den Gelenken gerannt wird. Gefrorener Teich? Jaaaaa, da haben wir doch was gefunden: Unbedingt mit Stock auf Eis, in Kleingruppen, mal eben einbrechen ins kniehohe Wasser-egal, hauen, stechen, das Eis unbedingt kleinkriegen. Nebenan die Nistkästen zusammenhämmern, zwischendurch mit einem Riesenstock („huaaaaah“) einen Kampfschrei ausstoßen. Das Wetter ist gut genug, die hängemattenschonenden Betreuer verlieren den Kampf gegen eine große Kinderschar: Und nach kurzer Zeit friedliches entspanntes Geschaukel. Da fehlt nur noch der Nachtisch: Ein frischer knackiger Winterapfel. Keiner bleibt übrig.

Natur in der Stadt…

natur-in-der-stadt-blog-evi…wir sind mittendrin…mitten im Englischen Garten. Kinder, die das „Rumfi“ besuchen erleben täglich Natur PUR in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld:

Ein Dienstagnachmittag: Wir machen mit bei der Stunde der Wintervögel vom LBV (Landesbund für Vogelschutz). Beobachten eine Stunde die Piepmätze am Futterplatz. Rotkehlchen, Spatzen, viele Meisen. Die Kinder erkennen die Blau- und die Kohlmeisen. Neu sind die „süßen“ Schwanzmeisen, die aussehen wie „Bommel am Stiel“ und die Sumpfmeisen. Da…ein Specht!!! ..noch  Amseln , zwei Weibchen mit braunen Schnabel…die Kinder sind die Vogelexperten. Die Stunde geht schnell vorbei. Dann werden die Nistkästen geleert. Alle fünf Kästen waren belegt von Blaumeisen. Wir finden noch ein altes Gelege, deren Eier Aufschluss über die Vogelart geben und ein Wespennest. Interessantes findet sich immer beim Entleeren. Ausgefroren machen wir noch ein Lagerfeuer. Die Kinder sind hier die Feuerwächter. Passen auf, dass das Feuer gut brennt und legen nach. Ist die Glut heiß genug, gibt’s noch Stockbrot. Drei Mädchen aus der 4. Klasse und zwei Jungs bereiten alleine den Teig zu. Natürlich aus Vollkornmehl – Bio versteht sich. Die Stöcke liegen im Park, schnell geholt und geschnitzt. Hier im Rumfi ist Selbständigkeit gefragt. Gemütlich am Feuer sitzend, neigt sich der Nachmittag dem Ende zu und jede(r) knabbert sein knuspriges Feuerbrot. Natur in der Stadt, ganz im Sinne von „Gut drauf“: Mit viel Bewegung, gesunder Ernährung und entspannt am Lagerfeuer….

Evi Lichtenwald, Naturpädagogin

Alles Gute zum neuen Jahr!

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Liebe Blogleserinnen und -leser,

diesesmal hat es ein wenig gedauert, bis wir dem Lauf der Zeit hinterhergekommen sind. 23 Tage alt ist es nun schon, das neue Jahr. Zeit also, Euch Allen herzlich Hallo zu sagen und Euch nur das Beste zu wünschen. Im Rumfordschlössl findet seit zwei Wochen ein echter Winter statt. Schnee, Kälte, Eis und Sonnenschein, zumindest meistens. Also waren wir mehr als einmal mit allen Kindern beim Schlittenfahren, haben uns im Iglu Bauen versucht, haben versucht Schneemänner zu kreieren und sind mit mehr als genug Schlitten über das Gelände gerast. Schneehosen und Handschuhe, die bei diesem Wetter unerlässlich sind, gehören einfach dazu- und liegen jetzt überall herum. Hoffen wir, das es noch  ein wenig so bleibt. Natürlich ist auch neben dem Spiel mit der weißen Pracht wieder einiges geboten: Löcher ins Eis hacken, im Büro darf man jetzt lesen, Kakao trinken wir manchmal, heute gab es Schokoladenpudding. Wir haben das Aquarium neu eingerichtet, neue und alte Spiele gespielt und versucht, den Start in die Woche angenehm zu gestalten. Ich glaub, es ist geglückt. Auch wenn es manchmal nicht so scheint.

Da war noch was

Letzten Donnerstag, zwei Tage nach Nikolaus, platzte mitten in das tägliche Adventsritual doch glatt der echte Nikolaus samt Krampus. Na, das war ein Spaß! Halb ehrfürchtig- halb mißtrauisch (den gibts doch in Echt nicht, oder?), natürlich auch voller Unruhe und Aspannung wurde er hereingebeten. Nach den obligatorischen Fragen („Ward ihr alle brav?“ „Habt Ihr immer schön aufgeräumt?“ „Hohohoho“) gab es dann für alle einen Schokoweihnachtsmann, natürlich „voll Bio“, und alsbald verzogen sich Nikloaus und Krampus (der Gruselige, der einige Kinder wirklich etwas fürchten ließ), denn sicher warteten noch viele andere Kinder auf ihn. Und damit Ihr seht, daß das alles wirklich wahr war, ein paar Fotos. Allen nun eine schöne Weihnachtszeit, besinnliche Feiertage und ein schönes Sylvester.

 

Wir sind ab dem 9.1.2017 wieder für Euch da.                                            p1060418

Bis dahin grüßt Euch herzlich

Das Rumfi-Team

Alle Jahre wieder – Advent im Rumfordschlössl

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Die Vorbereitungen liefen bereits seit zwei Wochen: Basteln, Backen, schmücken, und-vor Allem überlegen, wie es laufen soll am Freitag, den 2. Dezember. Es lief alles in bekannter und weitgehend(…) ruhiger „Rumfi-Atmosphäre“: 150 Besucher, inclusive wild weihnachtsmännisch tobender Kinder, fröhlicher Väter und Mütter. Ein zweistündiges Weihnachtsspektakel mit Beiträgen vom Keyboard (Naira und Rosi), einem Gedicht von Joschi (draußen auf der Treppe, da drinnen zuviele Leute waren) und jeder Menge selbstgebackener Kekse und anderen Leckereien sowie Kinderpunsch und Lagerfeuer, betreut von Evi und Benjamin. Erstmalig hatten wir auf Wunsch vieler Kinder einen Weihnachtsbaum angeschafft und mithilfe unserer künstlerischen Unterstützerin Elli Hurst mit hervorragendem Schmuck aus, man höre und staune, Klo-Rollen behängt. Eine schöne silberne Spenden-Dose sorgte im „Foyer“ dafür, dass die Hauskasse nicht allzusehr belastet wurde: unser Tannenbäumchen haben wir sozusagen umsonst bekommen. Allen Eltern, Bäckerinnen und Bäckern, Stühlerückerinnen, Ausfegenden und Helfenden Händen noch mal herzlichen Dank und eine schöne Weihnachtszeit.

Unser Blog macht einstweilen eine Pause. Ab  2017 gibt es sicher wieder viel Neues zu berichten.

Da red ich mit! Besuch beim Kinder-und Jugendforum

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Am Freitag , 25.11. war es wieder soweit: Kinder-und Jugendforum-Zeit im Rathaus. Natürlich mit Beteiligung der Kinder vom Rumfordschlössl. Da die für verschiedene Aufgaben zuständige „Crew“ ausgefallen war, durften die Kinder aus dem Rumfi hier einspringen: Schilder hochhalten, wenn zu laut, zu unruhig oder zu unverständlich geredet wird, die Glocke betätigen und beimVerteilen der Erinnerungspräsente an die Politiker mitmachen. Diesesmal gab es kleine Leuchter. Damit niemand vergißt, welche Anliegen ihm/ihr aufgetragen wurden. Das Rumfordschlössl hatte auch eigene Anträge dabei. Zilli (8) forderte z.B. eine kürzere Ampelschaltung an der Prinzregentenstraße/Ecke Wagmüllerstraße. Sie zeigte sich äußerst gut vorbereitet, überzeugte die Zuständigen mit Sachkenntnis und ließ sich auch durch gängige Allgemeinargumente nicht von ihrere Forderung abbbringen. Nun wird es eine Ortsbegehung an der Ampel geben.

-Mitbestimmung kann eben nicht früh genug beginnen-

„Bis es zumacht“

p1060290Bis es zumacht und auch länger, alle Kinder bleiben über die offiziellen Zeiten hinaus gerne mal da und dann stehen Eltern auch noch da und  wir fragen uns: Was ist dran am Rumfi? Was ist so schön?

Ich sags Euch: Das Toben, das Fußballspielen nach 16 Uhr im Fast-Dunkeln, das gemeinsame Angsthaben und im Keller nach Einbrechern suchen, das Spielen mit Tesa und Papier, das Legobauen, das Sägen, Hämmern und der Bau eines Insektenhotels für Igel, Schnecken, Mäuse und anderes Getier, was im Winter nach Wärme sucht sowie das Beraten im Büro über Fragen aus dem roten Briefkasten. Wunderbar, wenn auch gefährlich und absolut interessant auch die „Bewaffnung“ mit Stöcken, die manchmal größer sind als man selbst, die letzte Mandarine, die noch übrig ist, das Herumtollen durch die Gänge, das Mädchen- und -Jungs-ärgern-sich-Spiel. Das Zusammenhocken im Jungenzimmer , das sich Ausbreiten im Mädchenzimmer, das Basteln mit Daniela, das Streiten mit Sabine und Nina, das Draußen-aktiv-sein mit Evi, das Chaos und „ich -wars- nicht“Gerufe beim bloßen Anblick eines Betreuers, das Schauen nach den nicht geglückten Zuckerkristallen oder  der Weihnachtsbasteltag mit Elli. Und da wären noch viel mehr  Dinge. Für ein anderes Mal. Hier. Im Rumfi-Blogp1060238 p1060299 p1060303 p1060293