Ein Nachmittag im Corona-Modus- Ein guter Tag!

Ein Nachmittag im Corona-Modus- Ein guter Tag!

Oh nein, nicht schon wieder? Oder doch! Denn es hilft ja nichts. Zumindest nicht viel. Um zu zeigen, wie sehr unter guten Bedingungen gute Kinder-und Jugendarbeit auch in Corona-Zeiten gelingen kann, soll an dieser Stelle mal der gestrige Nachmittag dokumentiert werden: Los ging es wie immer mit dem Mittagessen (Spätzle und Käsesauce), dann waren die  Hausaufgaben dran. Wie immer genug Arbeit, um den puren “Spaß am Leben” etwas einzutrüben, aber da ja an diesem Nachmittag einiges geboten war , konnte man das Abschreiben und Rechnen überleben und trotz zahlreicher Nebengeräusche erledigen. Dann hatten die Kinder die Wahl: Continue reading

Glück gehabt! Begegnung mit dem Killer-Kaninchen…

 

 

…Allerdings, denn so knapp zwei Tage vor dem neuen Lock-Down konnte die Rumfi-Kindergemeinde noch ausgiebig Halloween feiern. Mit dem äußerst gefährlichen Killer-Kaninchen, dass sich vor Beginn des Festes im Büro erst noch die Krallen schärfen musste…oder den tanzenden Skeletten, die alle das Fürchten lehrten…

Und zwar bei äußerst passenden Wetterbedingungen wie z.B. leichtem Nebel, frühem Dunkel, lauer Kühle und rosarotem Sonnenuntergang. Die leuchtenden Kürbisse am Eingang wiesen da auf Tieferes hin: Hatten Dracula, hatten die Untoten , die Gespenster und Hexen hier bereits ihr Unwesen getrieben? Blutspuren am Kürbis, gar ein Messer im Kopf des Kürbisnachbarn… huhuhuh…aus dem Gebüsch drang geheimnisvolles Knarren, Ächzen, Kichern…..eine gruselige Geisterbahn, kreiert von den Viertklässlern weit vor der Öffnung für die restlichen Gepenster. Insgesamt war sie, wie jedes Jahr, natürlich nicht gruselig genug (haha, wer’s glaubt). Kurzum, es wurde gegruselt, ein Gespensterpunsch am Feuer zubereitet (mit ausschließlich gaaanz leichter Unterstützung durch Erwachsene) Später dann die legendäre Friedhofserde (ja, richtig gelesen…) als kulinarische Stärkung für die Nacht.

Und Corona …war natürlich auch wieder dabei. Wie immer. Kann man nichts machen. Will echt bei jeder Gelegenheit mitmischen, drängt sich auf, wanzt sich ran.  Aber wir haben ihm, dem Virus, das Leben schwer gemacht: Mit jeder Menge Abstand, da kam er nicht von einem zum anderen, mit Hexenpunsch-Gift für Corona- und mit eigenen Trinkflaschen, dicken Jacken und Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen. Irgendwann, wenn Corona müde ist oder uns vergessen hat, dann hauen wir ganz leicht auf ihn drauf, bis er sich denkt ah, das tut mir nicht gut-ich will hier sofort weg-bis er sich für immer aus dem Staub macht. Hoffen wir, das “Irgendann” nicht so lange hin ist….

Herbstspaziergang 2020

Leider muss er in diesem Jahr wohl so heißen, der “Corona-Herbst” 2020. Alles steht im Zeichen des Kampfes gegen einen unsichtbaren Feind. Ob wir ihn gewinnen werden, kann niemand so recht vorhersagen. Was also hilft? Am vergangenen Wochenende hat zumindest mir, der Leiterin, nach einer Woche voller pädagogischem und so manchesmal auch kräfteraubendem Engagement ein herbstlicher Spaziergang geholfen, an dem ich Sie und Euch gerne teilhaben lasse, bevor hier gleich der Regen einsetzt und man im Englischen Garten das Gefühl hat, es wird schon jetzt überhaupt nicht mehr hell.

 

Von Boden und der tollen Knolle- Kartoffelfest im Rumfi

Sowohl das Thema Boden als auch die Kartoffel haben uns während des Jahres ständig begleitet. Wir haben welche im Hochbeet eingepflanzt, haben Chips selbst gemacht und Kartoffelsuppe kreiert. Zeit und Gelegenheit also, unter diese Themen im Rahmen der Zielerreichung einen vorläufigen Schlussstrich zu ziehen, denn der aufgeweichte Bodern eignet sich im Augenblick höchstens noch dazu, um in den entstandenen Pfützen seinen Roller zu baden, den man  dann mit weit ausholenden Bewegungen so durch die Pfützen ziehen kann, dass es links und rechts nur so spritzt.

Am letzten Freitag wurde dann trotz des Dauerregens ein kleines Kartoffelfest veranstaltet. Hauptsächlich,um neben dem offenen Treff nochmals  gezielt das Thema aufgreifen zu können, Wissensvermittlung zu betreiben und dann auch genug Zeit zu haben für Feuer, Suppe, Quiz, Taschen bedrucken (Kartoffelstempel) und den Kartoffel-Lauf im Regen.

20 Kinder ließen sich trotz des Regens nicht davon abhalten, allerlei Wissenswertes über die Kartoffel zu erfahren und natürlich abschließend unsere berühmte Feuer-Gemüse-Kartoffel-Suppe, diesmal mit reichlich Knoblauch versehen,  zu essen. Gestartet wurde mit einem nicht ganz einfachen Quiz  aus dem Internet, übertragen an die Wand mit unserem praktischen KD Beamer.

Trotz Regen: Irgendwie wollte  keiner um 17Uhr so richtig nach Hause gehen, es zog und zog sich hin, bis der/die letzte seine Sachen zusammengepackt hatte. Alles in allem war der Nachmittag ein äußerst effektiver und spaßiger, auch wenn wir  kurz zuvor erfahren hatten, das die Maske jetzt auch im Haus zu tragen ist!! (jaja, unsere Masken.Wie war das nochmal ohne?…. Corona?)

Unser nächstes Mini-Event für Rumfi-Kinder im Corona-Modus findet am 30.10. statt. Es wird gegruselt!

BNE hilft uns durch diese Zeit !

Drinnen im Saal, das ist mal klar, geht es nur mit Maske. Denn exaktes Abstandhalten können wir bei Schulkindern nahezu – nahezu wie gesagt – vergessen.

“Mensch ärgere dich nicht”  mit 1,50m Abstand – also  d a s  soll mal eine*r vormachen.  “Mensch auf Erden” – ein Laufspiel- geht gut, denn da ist Weglaufen angesagt. Das Nachsehen haben hier nur ältere Mitarbeitende, die nicht so schnell rennen können (es aber trotzdem tun…) Und Fußball, da geht  der Abstand auch manchmal verloren, besonders, wenn gerade “Kampf um den Ball” angesagt ist.  Aber: Roller fahren, jede*r auf seinem/ihrem eigenen oder Baum-Klettern. Eine ganze Menge also, jede Menge Versuche, dem Unausweichlichen vorübergehend zu entkommen.

Aber es gibt  auch unser BNE- Handwerk, welches sich in der letzten Woche durch den Corona-Alltag gezogen hat:

Natur, Soziales und Ökonomisches, sozusagen frei Haus. Angefangen bei  einer kleinen Wurzelkunde (welche Wurzeln wachsen über der Erde, welche wachsen in der Erde?) welche kann man essen, welche besser nicht, muss man anschließend energiesparenderweise ein Feuerchen machen, um die legendäre Rumfi-Suppe der Neuzeit zu kochen (nicht zu verwechseln mit der echten Rumford-Suppe).

Also: helfen alle mit, um sich (von uns heimlich beobachtet) anschließend die passenden Schlüsselkompetenzen bescheinigen lassen. Und teuer war  es auch nicht, und außerdem fast ganz ohne Verpackung. Geschmeckt hat es sowieso. Aber da war auch was, was da nicht hingehörte. Zumindest einer Ansicht nach, aber da kann man, demokratisch natürlich, auch ein bis dreißig völlig andere Meinungen haben: der Pürierstab, mit dem die Suppe durchgemixt wurde, damit die Kinder nicht angesichts des ganzen Gemüses eventuell auf ein Suppenverweigerungsprogramm umschalten. Wie gesagt, Ansichtssache.

Oben  noch etwas fotogene Herbstsonne vom Donnerstag und Gute Laune für alle in der kommenden Woche!

Euer Rumfiteam

“Kleine Brötchen backen”…

“kleine Brötchen”-mehr gibt Corona nicht her. Wir tun, was wir können aber auch das kommt im Moment doch sehr zaghaft rüber: Wir haben einen ersten “roten Teppich” veranstaltet. Für die Erstklässler und Interessierten, draußen auf dem Fußballplatz. Um einen kleinen Anfang zu wagen. Mit Abstand-auch draußen, denn im Saal hätten wir die Hy-Maßnahme nicht einhalten können. Es ging so… Denn außer einer kleinen Ansprache darüber, was der “Rote Teppich” ist, was er bedeutet und was von ihm ausgehen kann, aber auch mit der Unterstützung der älteren Rumfi-Kinder, war die Aufmerksamkeit der Kinder im Freien nicht allzugroß. Immerhin ein Anfang: Wir bleiben dran!

Der neue “Maskenbaum”, der das alte Fadengewirr am Geländer ersetzen sollte-wir können uns auch hier andere Themen vorstellen, bei der die Kreativität ihren Einsatz hat-außer Corona. Immerhin haben die Dinger jetzt wieder einen Platz und der wird von allen Kindern gut angenommen.

Das großangelegte jährliche Apfelfest muss in diesem Jahr einem einzigen Nachmittag mit Apfelsaftpressen weichen. Aber das war: Gut wie immer- Dank Evis Einsatz für Englische-Garten-Äpfel. Super! Schneiden, schreddern,pressen, trinken: Köstlich nachhaltig!

Wir werden sehen, wie wir all das, was uns noch einfällt, auch zu Corona-Zeiten gesund umsetzen.

Bleibt gesund-und munter…

euer Rumfi-Team

Goldener September im Rumfordschlössl?

 

Auf den Ersten Blick ja. Und auf den Zweiten auch noch: eine gemütliche Kräuternacht zur Begrüßung aller neuen und alten Kinder und Eltern am Beginn des Schuljahres und als kleines Trostpflaster für die ausgefallene Nacht der Umwelt, die wie Ihr ja wisst, wegen dem “dritten Blick” auf das lästige Corona-Virus, in diesem Jahr ausfallen musste. Aber mit 40 Personen war das Abstandhalten nicht so sehr das Problem. Alles fand draußen statt. Masken waren also auch nicht zwangsläufig erforderlich, zumal man unter diesen Dingern langsam aber sicher weder sich selbst noch andere ohne ein Hä??? verstehen kann.

Trotzdem war es lauschig im Englischen Garten: mit Kräutern räuchern, Kräuterwasser trinken, testen und…benennen, Kräuter aufs Brot und vor allem in der Suppe vom Feuer-mit Bedienung versteht sich. Die Kinder hatten spannende Kurzweil danach im Dunklen am Klettergerüst. Mit Papas Handy als Taschenlampe und ziemlich lautem Grusel-Geschrei  war es das reinste Mini-Abenteuer.

Hoffentlich bleibt der Oktober dann auch noch so golden! Gut wäre ein  starker Regen zwischen 22 und 6 Uhr, denn dann könnten wir den Coronaherbst gut und gerne noch effektiv und auch ohne Angst um Umwelt und Natur draußen verbringen. Die stattliche Anzahl von 35-40 Kindern täglich erfordert dies dringend.

Ein gutes Schuljahr für alle wünscht

das Rumfi-Team!

 

 

Slow Motion

Die Letzten Tage waren eher ruhig, doch sehr gehaltvoll, was die pädagogische Wirkung betrifft. Wir haben Lichteffekte fotografiert, die sich mit Gardine und Sonnenlicht an der Wand gebildet haben, wir haben ein Anti-Mückenmittel hergestellt, zweimal haben die Kinder selbständig frischen Salat zubereitet, stundenlang und mit echter Muße wurde Dixit oder Phase 10 gespielt, wir konnten Kinder für den Tag im Haus der Kunst motivieren, mit Tchaka  auf die Bäume im Englischen Garten klettern, mit Franzi Masken nähen, Butterbrotpapier selbst herstellen, Schmetterlinge in  i h r en Pflanzen beobachten ,einfach am Baum hocken, an der langen Leine irgendwo zwischen Himmel und Erde schaukeln, bis Björn eine sanfte Landung ermöglichte, und und und… Jawohl: machen, machen, machen, tun und machen. Das ist und war im Rumfordschlössl immer schon die Hauptsache. Morgens um 8Uhr: was kann ich hier machen? was machen wir heute? Kann ich mitmachen? Na klar, immer und gerne, denn durch das Machen lernt man. Man lernt schauen, hinschauen, fragen, probieren, entdecken, Grenzen überwinden, mit Grenzen umgehen, man lernt, etwas fertig zu machen, seine Sachen in Ordnung zu halten, weiterzumachen, Pläne zu schmieden.

Ach, hätten wir doch öfter soviel entspannte Zeit wie jetzt, während der Ferien!

Hoch die Tassen! Danke sehr!

Jetzt kann es richtig losgehen mit dem neuen Schuljahr. Was stören die Mitarbeiter*rinnen  Arbeits-Belastung und Corona, Krankheit und sonstige Nöte, wenn es hin und wieder einen richtig guten Kaffee  gibt.

Denn: wer keinen Kaffee trinkt kann auch nicht kämpfen…. darüber mag jeder*r denken, wie er*sie will, ein bißchen Kampfgeist gehört nach unseren Erfahrungen jedoch hier einfach zum Alltag.

Jetzt ergreifen wir die Möglicheit dazu und nutzen unseren Blog, um uns an dieser Stelle bei allen Eltern für diese  Sachspende anlässlich der Abschiedsfeier des diesjährigen 4.Klass-Jahrgangs  zu bedanken.

Jederzeit kann man natürlich einen nach seinem Geschmack ausprobieren, wenn es Zeit und Kinder erlauben.

Immer noch Sommerferien, immer noch Corona und immer wieder……

….Spaß am Lernen, am Tun und beim Entspannen. Das Rumfordschlössl ist, so scheint es manchmal, unerschöpflich reich: An Ideen, an Ressourcen, an Kindern, an Interesse und anderen Besucher*innen, reich an Platz , aber auch reich an Freundlichkeit und Wohlwollen. Heute, am Montag, ging es wieder gleich in der Früh ab  8 Uhr los: Hier die Idee, selber Eis zu machen und  für alle eine Waffel mit Zartbitterschokolade, dort der Einfall, endlich mal wieder Riesenlegowaffen zu bauen, einen Roboter aus Sperrholz basteln mit integrierten Spritzen mithilfe derer die Kinder Hebel-und Druckwirkung entdecken und erkennen, besser noch, verstehen konnten. Natürlich alles freiwilig und nicht zu vergessen: Draußen. Im Garten, wo genug Platz ist. Ein Päckchen extra Masken für die ehemaligen und ganz ehemaligen Besucher, damit ihnen auch nichts entgeht, was drinnen geschieht, damit sie rein dürfen ins Haus. Mancheiner vergisst dann schnell die Entspanung vom Wochenende und taucht wieder ein: in die Welt der offenen Kinder -und Jugendarbeit des Kreisjugendring: Sommerferien!

Und: Fürs Klima haben wir  heute auch etwas getan: mehrfach verwendbares Butterbrotpapier hergestellt, mit Wachsperlen, Stoffresten und Bügeleisen.