BNE hilft uns durch diese Zeit !

Drinnen im Saal, das ist mal klar, geht es nur mit Maske. Denn exaktes Abstandhalten können wir bei Schulkindern nahezu – nahezu wie gesagt – vergessen.

“Mensch ärgere dich nicht”  mit 1,50m Abstand – also  d a s  soll mal eine*r vormachen.  “Mensch auf Erden” – ein Laufspiel- geht gut, denn da ist Weglaufen angesagt. Das Nachsehen haben hier nur ältere Mitarbeitende, die nicht so schnell rennen können (es aber trotzdem tun…) Und Fußball, da geht  der Abstand auch manchmal verloren, besonders, wenn gerade “Kampf um den Ball” angesagt ist.  Aber: Roller fahren, jede*r auf seinem/ihrem eigenen oder Baum-Klettern. Eine ganze Menge also, jede Menge Versuche, dem Unausweichlichen vorübergehend zu entkommen.

Aber es gibt  auch unser BNE- Handwerk, welches sich in der letzten Woche durch den Corona-Alltag gezogen hat:

Natur, Soziales und Ökonomisches, sozusagen frei Haus. Angefangen bei  einer kleinen Wurzelkunde (welche Wurzeln wachsen über der Erde, welche wachsen in der Erde?) welche kann man essen, welche besser nicht, muss man anschließend energiesparenderweise ein Feuerchen machen, um die legendäre Rumfi-Suppe der Neuzeit zu kochen (nicht zu verwechseln mit der echten Rumford-Suppe).

Also: helfen alle mit, um sich (von uns heimlich beobachtet) anschließend die passenden Schlüsselkompetenzen bescheinigen lassen. Und teuer war  es auch nicht, und außerdem fast ganz ohne Verpackung. Geschmeckt hat es sowieso. Aber da war auch was, was da nicht hingehörte. Zumindest einer Ansicht nach, aber da kann man, demokratisch natürlich, auch ein bis dreißig völlig andere Meinungen haben: der Pürierstab, mit dem die Suppe durchgemixt wurde, damit die Kinder nicht angesichts des ganzen Gemüses eventuell auf ein Suppenverweigerungsprogramm umschalten. Wie gesagt, Ansichtssache.

Oben  noch etwas fotogene Herbstsonne vom Donnerstag und Gute Laune für alle in der kommenden Woche!

Euer Rumfiteam

“Kleine Brötchen backen”…

“kleine Brötchen”-mehr gibt Corona nicht her. Wir tun, was wir können aber auch das kommt im Moment doch sehr zaghaft rüber: Wir haben einen ersten “roten Teppich” veranstaltet. Für die Erstklässler und Interessierten, draußen auf dem Fußballplatz. Um einen kleinen Anfang zu wagen. Mit Abstand-auch draußen, denn im Saal hätten wir die Hy-Maßnahme nicht einhalten können. Es ging so… Denn außer einer kleinen Ansprache darüber, was der “Rote Teppich” ist, was er bedeutet und was von ihm ausgehen kann, aber auch mit der Unterstützung der älteren Rumfi-Kinder, war die Aufmerksamkeit der Kinder im Freien nicht allzugroß. Immerhin ein Anfang: Wir bleiben dran!

Der neue “Maskenbaum”, der das alte Fadengewirr am Geländer ersetzen sollte-wir können uns auch hier andere Themen vorstellen, bei der die Kreativität ihren Einsatz hat-außer Corona. Immerhin haben die Dinger jetzt wieder einen Platz und der wird von allen Kindern gut angenommen.

Das großangelegte jährliche Apfelfest muss in diesem Jahr einem einzigen Nachmittag mit Apfelsaftpressen weichen. Aber das war: Gut wie immer- Dank Evis Einsatz für Englische-Garten-Äpfel. Super! Schneiden, schreddern,pressen, trinken: Köstlich nachhaltig!

Wir werden sehen, wie wir all das, was uns noch einfällt, auch zu Corona-Zeiten gesund umsetzen.

Bleibt gesund-und munter…

euer Rumfi-Team

Goldener September im Rumfordschlössl?

 

Auf den Ersten Blick ja. Und auf den Zweiten auch noch: eine gemütliche Kräuternacht zur Begrüßung aller neuen und alten Kinder und Eltern am Beginn des Schuljahres und als kleines Trostpflaster für die ausgefallene Nacht der Umwelt, die wie Ihr ja wisst, wegen dem “dritten Blick” auf das lästige Corona-Virus, in diesem Jahr ausfallen musste. Aber mit 40 Personen war das Abstandhalten nicht so sehr das Problem. Alles fand draußen statt. Masken waren also auch nicht zwangsläufig erforderlich, zumal man unter diesen Dingern langsam aber sicher weder sich selbst noch andere ohne ein Hä??? verstehen kann.

Trotzdem war es lauschig im Englischen Garten: mit Kräutern räuchern, Kräuterwasser trinken, testen und…benennen, Kräuter aufs Brot und vor allem in der Suppe vom Feuer-mit Bedienung versteht sich. Die Kinder hatten spannende Kurzweil danach im Dunklen am Klettergerüst. Mit Papas Handy als Taschenlampe und ziemlich lautem Grusel-Geschrei  war es das reinste Mini-Abenteuer.

Hoffentlich bleibt der Oktober dann auch noch so golden! Gut wäre ein  starker Regen zwischen 22 und 6 Uhr, denn dann könnten wir den Coronaherbst gut und gerne noch effektiv und auch ohne Angst um Umwelt und Natur draußen verbringen. Die stattliche Anzahl von 35-40 Kindern täglich erfordert dies dringend.

Ein gutes Schuljahr für alle wünscht

das Rumfi-Team!

 

 

Slow Motion

Die Letzten Tage waren eher ruhig, doch sehr gehaltvoll, was die pädagogische Wirkung betrifft. Wir haben Lichteffekte fotografiert, die sich mit Gardine und Sonnenlicht an der Wand gebildet haben, wir haben ein Anti-Mückenmittel hergestellt, zweimal haben die Kinder selbständig frischen Salat zubereitet, stundenlang und mit echter Muße wurde Dixit oder Phase 10 gespielt, wir konnten Kinder für den Tag im Haus der Kunst motivieren, mit Tchaka  auf die Bäume im Englischen Garten klettern, mit Franzi Masken nähen, Butterbrotpapier selbst herstellen, Schmetterlinge in  i h r en Pflanzen beobachten ,einfach am Baum hocken, an der langen Leine irgendwo zwischen Himmel und Erde schaukeln, bis Björn eine sanfte Landung ermöglichte, und und und… Jawohl: machen, machen, machen, tun und machen. Das ist und war im Rumfordschlössl immer schon die Hauptsache. Morgens um 8Uhr: was kann ich hier machen? was machen wir heute? Kann ich mitmachen? Na klar, immer und gerne, denn durch das Machen lernt man. Man lernt schauen, hinschauen, fragen, probieren, entdecken, Grenzen überwinden, mit Grenzen umgehen, man lernt, etwas fertig zu machen, seine Sachen in Ordnung zu halten, weiterzumachen, Pläne zu schmieden.

Ach, hätten wir doch öfter soviel entspannte Zeit wie jetzt, während der Ferien!

Hoch die Tassen! Danke sehr!

Jetzt kann es richtig losgehen mit dem neuen Schuljahr. Was stören die Mitarbeiter*rinnen  Arbeits-Belastung und Corona, Krankheit und sonstige Nöte, wenn es hin und wieder einen richtig guten Kaffee  gibt.

Denn: wer keinen Kaffee trinkt kann auch nicht kämpfen…. darüber mag jeder*r denken, wie er*sie will, ein bißchen Kampfgeist gehört nach unseren Erfahrungen jedoch hier einfach zum Alltag.

Jetzt ergreifen wir die Möglicheit dazu und nutzen unseren Blog, um uns an dieser Stelle bei allen Eltern für diese  Sachspende anlässlich der Abschiedsfeier des diesjährigen 4.Klass-Jahrgangs  zu bedanken.

Jederzeit kann man natürlich einen nach seinem Geschmack ausprobieren, wenn es Zeit und Kinder erlauben.

Immer noch Sommerferien, immer noch Corona und immer wieder……

….Spaß am Lernen, am Tun und beim Entspannen. Das Rumfordschlössl ist, so scheint es manchmal, unerschöpflich reich: An Ideen, an Ressourcen, an Kindern, an Interesse und anderen Besucher*innen, reich an Platz , aber auch reich an Freundlichkeit und Wohlwollen. Heute, am Montag, ging es wieder gleich in der Früh ab  8 Uhr los: Hier die Idee, selber Eis zu machen und  für alle eine Waffel mit Zartbitterschokolade, dort der Einfall, endlich mal wieder Riesenlegowaffen zu bauen, einen Roboter aus Sperrholz basteln mit integrierten Spritzen mithilfe derer die Kinder Hebel-und Druckwirkung entdecken und erkennen, besser noch, verstehen konnten. Natürlich alles freiwilig und nicht zu vergessen: Draußen. Im Garten, wo genug Platz ist. Ein Päckchen extra Masken für die ehemaligen und ganz ehemaligen Besucher, damit ihnen auch nichts entgeht, was drinnen geschieht, damit sie rein dürfen ins Haus. Mancheiner vergisst dann schnell die Entspanung vom Wochenende und taucht wieder ein: in die Welt der offenen Kinder -und Jugendarbeit des Kreisjugendring: Sommerferien!

Und: Fürs Klima haben wir  heute auch etwas getan: mehrfach verwendbares Butterbrotpapier hergestellt, mit Wachsperlen, Stoffresten und Bügeleisen.

Früh am Morgen..

..wenn der Tag gerade angefangen hat, so um 8Uhr, dann rumort es auch im Rumfordschlössl bereits recht heftig: Da werden Tische geschoben, Materialien durch die Gegend getragen, nasse Wäsche schnell in den Garten gestellt, damit sie noch trocknet. Da wird Spielmaterial ausgeteilt, der Schlüssel zum Selbstaufschließen der Gartenkiste abgegeben, Einkaufslisten erstellt, natürlich mit den Kindern. Aus dem Saal ertönen die ersten Tobekampfgeräusche, bei denen sich einige den Weg in ihr heimeliges Bett zurückwünschen. Um 8:30Uhr  liegt dann das erste Kilo Legosteine am Boden:”Ich war es nicht” steht in unsichtbaren Buchstaben daneben. Ganz zu schweigen von der  “Matratzenhöhlenburg”, die, obschon nur von zwei Kindern mit Mundschutz und Namen auf der Tobeliste bevölkert, bereits fast zusammengekracht ist. In der Küche fantasieren sich zwei Mädchen durch die Küchenschränke bevor sie  mit dem BuFDI einkaufen gehen, um ihre Ideen umzusetzen. Jungs lagern im Büro und lassen sich von den Betreuenden Aufmerksamkeit schenken und sich in die Welt der Ninjas einführen. Und  es geht gleich weiter: Mit der Filzmanufaktur am Unterstand, die im Rahmen von Mini-München auf die erste und dann die zweite Gruppe wartet um sie in das Studium der Filzkunst einzuführen. Und dann wäre da noch der Kletterbaum, dessen Regeln sich leider immer noch nicht vollständig in die Kinderköpfe eingegraben haben, sodass man auf der Hut sein muss, damit nicht noch ein Unglück passiert…..Nein. Heute nicht!

Kurzum, der Ferienspielbetrieb bietet jede Menge Zerstreuung, Anregung, Bewegung, Kontakt und Spaß!

Nächste Woche geht es weiter. Wir sehen uns!

Mädchenabend – echt super!

Man könnte auch schreiben: Vom Unvermögen des Menschen, jederzeit alles zu bedenken, alles zu berücksichtigen, Regeln zu befolgen und somit perfekt zu handeln. Nun ist er vorbei, der Mädchenabend und wir haben, neben einer höchst kurzweiligen Rätsel-Schnitzeljagd mit Schatzfindung versehentlich doch glatt ein Gute-Laune-Foto gemacht ohne an die Abstandsregel von 1,5m zu denken. Es war halt eine spontane Idee….Und wo man sonst stundenlang auf alle warten muss, ging hier alles ganz schnell: nach der Schatzsuche und vor dem Spielen am Fußballplatz, wo ruckzuck die Abstandsregeln wieder eingehalten werden konnten. (Den warnend erhobenen Arm der Leitung-Abstand …!!) aus der hinteren Reihe hatte anscheinend  niemand so richtig wahrgenommen. Mundschutz- ok, aber  wir waren halt die ganze Zeit draußen und drinnen fand er -Zack- schnell den Weg vom Gummi am Hals über Mund und Nase. Welch ein Gebot!! Die Mädels bekamen ihren eigenen Teller (Bedienung) mit leckeren Süßigkeiten und dann war Kino angesagt: “Mia und der weiße Löwe”.  Im Anschluss noch ein schickes modernes Tänzchen zum Abspann des Films und dann standen auch schon die Eltern zum Abholen vor der Tür.

Das wäre eine aufregende Nacht geworden:

Bis zum nächsten Jahr, dann dürfen wir hoffentlich wieder übernachten!

Über die Kunst, den Abstand zu halten: Der Jungenabend im Rumfi

Man kann es förmlich sehen: Abstand-mal stimmt er-mal stimmt er  nicht. Das hätte gerade noch gefehlt: Jeder einen Meterstab im Gepäck. 1,50m Abstand, das wurde schon während des Sommerfestes geübt. In jedem Fall hatten die Jungen einen ereignisreichen Abend mit Essen aus der Tüte und vom Grill, mit Bogenschießen (alle selbstgeschnitzt), mit Schatzsuche (nasse Füße-egal…) und einer Klettertour in unbekannten Gegenden des Englischen Gartens.  Freizeit in der Corona-Zeit: abgespeckt in Zeit, Kinderanzahl und Raum. Und trotzdem ein Abenteuer anstelle der vorgesehenen Übernachtungsaktion. Und: Viel Frische Luft! Um 22Uhr hieß es dann für alle: Abgeholt!

Weiter, weiter, immer weiter…

 

…gehen die Tage und Wochen nach dem vorsichtigen Neubeginn im Rumfordschlössl. Kaum ist der Boden-Aktionstag vom letzten Freitag vorbei, da lauern auch schon diverse andere Unternehmungen, Sicherheitsabstand und Maske inklusive sowie der Nervenkitzel, wenn auf einmal neue Fragestellungen oder Unsicherheiten im Umgang mit Kinderanzahl draußen/drinnen, Maske, Wasserflasche und/oder Sitzordnung auftauchen. Immer die Ruhe bewahren, schön gelassen bleiben und eines nach dem anderen bewältigen. Aber nun zurück zum letzten Freitag: von 14-18 Uhr hatten wir zum Boden-Aktionstag geladen. Eingeladen waren Stadtteil- und Rumfordschlösslkinder. 18 Kinder, zwei Gruppen, zeitlich versetzt, vier Betreuer und dann ging es los: Welche Tiere leben eigentlich im Boden, wie fühlt sich ein erster Barfuß-Spaziergang 2020 an und was um alles in der Welt, sollen Geister an unseren Bäumen? Uns beschützen? Im Nu füllte sich der Spielplatz, aus 18 wurden 19, 20  und dann letztendlich 23 Kinder. Aber egal, der Abstand war gewährleistet, die Tongeisterbastelfläche ziemlich lang, so dass man sich keinesfalls zu nahe kam. Die Kinder wühlten in Laub-und Erdhaufen, bestaunten und verglichen mit den Schautafeln, krochen in das Gebüsch-alles nach einem gelungenen Auftakt mit dem Barfußspaziergang Blind am Seil, und Stöckchen mit den Zehen in die Schüssel heben. Könnt Ihr das?

In der letzten Woche ist dann auch endlich unser Regenwurmkasten fertig geworden, einschließlich der Würmer, die mit der Post ankamen. BNE Boden:

ein schöner inhaltlicher Auftakt nach den langen Zeiten der spielerischer Sparsamkeit, wegen……na, ihr wisst schon…

P.S. von den umfangreichen Vorbereitungen, die für eine solche Aktion nötig sind, berichten wir ein anderes Mal, denn: nichts kommt von selbst!